Skip to main content

DZG PlugIns – modulare Erweiterbarkeit


Während die Pflichteinbaufälle des intelligenten Messsystems (iMsys) durch den Einsatz von Smart Meter Gateways (SMGw) definiert werden, gibt es genügend Anforderungen, bei denen das Thema der Daten- bzw. Steuerungsfunktionen ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen. Hier liegt der Fokus der gesicherten Datenübertragung auf zum Beispiel Submetering, Multi-Energie-Anwendungen (Strom, Gas, Wasser, Wärme), oder Datenkonzentratoren.

Um diese Anwendungen zu unterstützen, hat die DZG, neben den Kommunikationsmodulen, auch diverse PlugIns im Angebot. Sämtliche PlugIn-Varianten ermöglichen eine flexible Kommunikationsanpassung unter dem Klemmendeckel und können ohne Zählerwechsel direkt am Zählerplatz vom Messstellenbetreiber gewechselt werden.

Grundsätzlich sind die hier aufgeführten PlugIn-Varianten sowohl für den DVS74 als auch den WS74 geeignet.

Außer für das LMN-PlugIn müssen die aufzurüstenden Zähler mit der Hilfsspannungsoption werkseitig ausgeliefert worden sein. Eine nachträgliche Aufrüstung des Zählers mit dieser Option ist grundsätzlich nicht möglich.

LMN-PlugIn

Mit dem LMN-PlugIn erfolgt die Aufrüstung der modernen Messeinrichtung der DZG zum intelligenten Messsystem (iMsys). Dadurch wird mittels dieses Kommunikationsadapters eine geeignete Schnittstelle für einen TLS-Adapter ("BAB") gemäß VDE FNN Hinweis zur Anbindung an die LMN-Schnittstelle des Smart Meter Gateways (SMGW) im Zähler bereitgestellt.

Das LMN-PlugIn wird wie folgt charakterisiert:

  • 2 LMN Schnittstellen zum Anschluss an ein Smart Meter Gateway bzw. Kaskadierung mehrerer intelligenter Messsysteme (iMsys)
  • Spannungsversorgung des LMN-PlugIns über die LMN-Schnittstelle des Smart Meter Gateways (SMGW)
  • Verschlüsselungskomponenten nach BSI, das den besonderen Anforderungen nach den §§ 21 und 22 des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) genügt, die zur Gewährleistung des Datenschutzes, der Datensicherheit und Interoperabilität in Schutzprofilen und technischen Richtlinien festgelegt werden können
  • Kennzeichnung des PlugIn gemäß MID und Angabe der innerstaatlichen Baumusterprüfbescheinigung
  • Konformitätserklärung (DE) nach § 11 der Mess- und Eichverordnung (MessEV)

LoRa-PlugIn

Zur drahtlosen kommunikativen lokalen Einbindung einer modernen Messeinrichtung (mMe) kommt das LoRa-PlugIn zum Einsatz. Es basiert auf dem Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) im europäischen Frequenzband von 863 MHz bis 870 MHz und ist geeignet für Übertragungen von bis zum 10 km Reichweite, abhängig von den konstruktiven und typologischen Rahmenbedingungen.

Das transparente Übertragungsprotokoll ermöglicht die Übertragung quellen- und zielabhängiger Datenformate (z.B. DLMS, wMBus, ModBus).

Für die Übermittlung von BSI-gesicherte Informationen an ein Smart Meter Gateway (SMGw) ist es auf Grund der beschränkten Datenbreite bzw. Übertragungsrate technisch nicht geeignet.

Folgende Anwendungsszenarien sind u.a. realisierbar:

  • Einfache Peer-to-Peer-Verbindung (1:1) zwischen dem elektrischen Zähler und einem LoRa-fähigen Zielgerät (z.B. Modem)
  • Anbindung mehrerer elektronischer Zähler (n:1) und einem LoRa-fähigen Zielgerät (z.B. Modem)
  • Vernetzung in ein aktives LoRa-WAN-Netzwerk (z.B. über ein aktives LoRa-WAN-Gateway)

RS485-PlugIn

Das RS485-PlugIn ermöglicht eine drahtgebundene lokale Vernetzung gemäß Industriestandard von Messgeräten bzw. -sensoren untereinander, die ebenfalls über eine RS485-Schnittstelle verfügen.

Solche Geräte können u.a. sein:

  • moderne Messeinrichtungen (mMe)
  • EDL21-Stromzähler
  • elektronische RLM-Zähler
  • Gas-, Wasser- und Wärmezähler
  • GPRS- oder Ethernet-Modems
  • Umweltsensoren (z.B. Rauchmelder)

Bluetooth-PlugIn

Das Bluetooth-PlugIn (verfügbar ab dem 1. Quartal 2019) stellt eine Datenübertragung zu Endgeräten über kurze Distanz per Funktechnik (WPAN) bereit. Der dabei verwendete Standard ist Bluetooth 5. Die funktionelle Voraussetzung für dieses Protokoll ist eine Applikation (Soft- oder Hardware), die die Verbindung mittels einer mehrstufigen dynamischen Schlüsselvergabe realisiert. Die Freigabe und Benennung von kompatiblen Applikationen wird innerhalb dieses Kontext durch die DZG ständig bekannt gegeben und aktualisiert.

Grundsätzlich befinden sich u.a. folgende Services für den Messstellenbetreiber (MSB) in der Entwicklung:

  • Endkunde (eigene Messdaten, historische Verbrauchswerte, Zählerablesung)
  • Support und Systempflege (externe Parametrierung, Analyse, Firmware-Updates)
  • Funktionelle Erweiterungen (z.B. zusätzliche Schnittstellen, Steuerausgänge)